MEXartes-berlin.de September - Dezember 2002
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Von Mitte September bis Anfang Dezember 2002 steht Berlin im Zeichen Mexikos. Für rund 100 Veranstaltungen werden mehr als 200 mexikanische Musiker und Künstler, Schauspieler und Tänzer, Schriftsteller, Filmemacher und Wissenschaftler nach Deutschland eingeladen.

Die Idee zu diesem größten Festival zeitgenössischer Kunst und Kultur aus Mexiko, das in Europa wohl je organisiert wurde, entwickelte das Haus der Kulturen der Welt zusammen mit dem Ethnologischen Museum und dem Ibero-Amerikanischen Institut sowie der Botschaft von Mexiko in Deutschland und dem Goethe-Institut in Mexiko-Stadt. In Mexiko sind zahlreiche Institutionen beteiligt, darunter: Museo de Arte Carrillo Gil, Festival Cervantino, Nationale Autonome Universität von Mexiko (UNAM), Colegio de la Frontera Norte in Tijuana sowie diverse freie künstlerische Initiativen und Gruppen.

Das umfangreiche interdisziplinäre Programm von MEXartes-berlin.de ist kein einseitiger staatlicher Kulturexport, sondern das Resultat einer engen Zusammenarbeit mexikanischer Experten, Kuratoren und Künstler mit den deutschen Veranstaltern. Zwei Jahre lang haben sie gemeinsam das Konzept des Festivals erarbeitet. MEXartes-berlin.de ist somit auch als Fortsetzung jenes Dialoges zu verstehen, den Deutsche und Mexikaner seit Alexander von Humboldt miteinander führen.

MEXartes-berlin.de spiegelt die kulturelle Vielfältigkeit, aber auch die extremen Kontraste eines Landes wider, in dem noch mehr als 60 Indianersprachen lebendig sind und sich die weltweit größte Megalopole befindet. Regionale Traditionen erscheinen hier im Spannungsfeld von Migration und Modernisierung. Fragen nach dem typisch Mexikanischen sollen im Kontext der Globalisierung auch deshalb neu gestellt und übersetzt werden, weil Mexiko heute mehr denn je eine Schlüsselrolle zwischen Norden und Süden zukommt. Als nördlichstes Land Lateinamerikas und Mitglied der nordamerikanischen Freihandelszone NAFTA übernimmt Mexiko unersetzliche Brückenfunktionen. Zwischen Mexiko-Stadt und Los Angeles, wo mehr als 3 Millionen Mexikaner leben, entstanden Zonen der Akkulturation, neuer gesellschaftlicher Erfahrungen und künstlerischer Experimente.

Drei Monate lang wird sich Berlin als ein Resonanzraum für die künstlerischen Akteure und intellektuellen Schrittmacher aus beiden Amerikas öffnen, die in ihren Arbeiten den Entwicklungen und Erschütterungen eines neuen Milleniums nachspüren.

MEXartes-berlin.de wird unterstützt von der Stiftung Berliner Klassenlotterie, dem Hauptstadtkulturfonds, dem Mexikanischen Außenministerium und dem Nationalen Rat für Kultur und Künste Mexikos (CONACULTA).
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