September - Dezember 2002
MEXartes-berlin.de / Home
MEXartes-berlin.de / Home




Grenze(n)
Einführung in den Themenkomplex
Grenze(n) - Start
"Tijuana befindet sich am nordwestlichen Rand Mexikos. Ein Metallzaun trennt die Stadt von San Diego. Die Mauer reicht bis in den Pazifik, wie ein verblendeter, aus Kriegssymbolen geformter Wille. Die beiden Städte konfrontieren ihren eigenen Widerschein und den der anderen Seite. Sie sind asymmetrisch und heterogen, befinden sich in unauflöslicher Nachbarschaft, intensiv verbunden durch ökonomische, soziale und kulturelle Entwicklungen auf beiden Seiten. Tijuana und San Diego lieben sich nicht. Es gibt viele Gründe für diese Lieblosigkeit, aber in ihnen leben viele Menschen, die jahrelang die Spiegel gewendet haben, damit wir nicht nur die eine Seite sehen, damit wir uns im Widerschein beider sehen."

Manuel Valenzuela

Die mehrere tausend Kilometer lange "Linea" zwischen Mexiko und den USA kann als Inbegriff der Grenze stehen, die Welten trennt und deshalb der Ort des fortwährenden Versuchs der Überquerung und Überwindung ist, ein Ort also, der Wandlungen und Transformationen mit sich bringt.

Gleichzeitig meint "Grenze" nicht nur Trennendes, sondern beinhaltet auch ein verbindendes Element. Grenzen stellen auf besondere, auch schmerzhafte Weise, in Sehnsüchten und Fantasmen, eine Beziehung her zu dem vermeintlich "Anderen".

In Zusammenarbeit mit dem Colegio de la Frontera Norte (COLEF).
© Foto: Philipp Lichterbeck
zurück Druckversion