September - Dezember 2002
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Elena Poniatowska
 
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Lesung und Gespräch

Moderation: Peter Schneider, Schriftsteller und Essayist.
Spanisch und Deutsch mit Simultanübersetzung.


"Mexico holt sich die Territorien, die es an die USA abgeben musste, zurück - mit den Taktiken der Migration."

Die Grande Dame der mexikanischen Literatur, Elena Poniatowska, hat 1969 mit dem Roman "Hasta no verte, Jesús mío" die novela testimonio - den Dokumentarroman - in die mexikanische Literatur eingeführt. Grundlage für den Roman, der 1982 unter dem Titel "Allem zum Trotz ... Das Leben der Jesusa" auch auf Deutsch erschien, waren Interviews der Autorin mit der Landarbeiterin Jesusa Palancares, deren Lebensgeschichte im Roman zu einem desillusionierenden Spiegel mexikanischer Geschichte wird.

In ihrem folgenden Buch arbeitete Elena Poniatowska ebenfalls mit authentischem Material und mit Dokumenten. "La noche de Tlatelolco" aus dem Jahre 1971 thematisiert das Massaker an demonstrierenden Studenten auf dem zentralen Platz Tlatelolco in Mexiko-Stadt am 2. Oktober 1968 - ein Ereignis, das einen tiefen kulturellen und gesellschaftlichen Einschnitt markiert, gerade auch, weil die damalige Regierung es zu vertuschen suchte.

Auch in ihren späteren Werken verleiht Elena Poniatowska immer wieder den Marginalisierten der Gesellschaft eine literarische Stimme, stellt deren Perspektive auf gesellschaftliche Ereignisse und Entwicklungen dar. So wurde Elena Poniatowska zur herausragenden Vertreterin einer "escritura feminina", einer mexikanischen Frauenliteratur.

Weitere Informationen: >> Culturebase

>> Haus der Kulturen der Welt

Sonntag, 22. September 2002, 11.00 Uhr
Eintritt: 5 Euro / erm. 3 Euro

Elena Poniatowska
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