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Zebra Crossing
Zeitgenössische Kunst aus Mexiko

Die Ausstellung "Zebra Crossing" zeigt künstlerische Positionen einer jungen Generation mexikanischer Künstler. Ihre Arbeiten reflektieren Brüche und Diskontinuitäten der eigenen Lebenssituation und ihrer unmittelbaren Umgebung. Dabei spüren die Künstler den vielfältigen Trennungs- und Verbindungslinien nach, die das Netz privater, sozialer und politischer Beziehungen in Mexiko kennzeichnen.

Durch die Globalisierung und die Auflösung nationalstaatlicher Konzepte stellen aktuelle Grenzräume nicht mehr allein territoriale Grenzen dar, sondern sind Zonen des Übergangs, der Hybridisierung. Diese Zonen werden mehr und mehr zu Freiräumen des künstlerischen Ausdrucks, in denen spontane Antworten auf besondere Kontexte formuliert werden.

"Zebra Crossing" nimmt die Idee der Psychogeographie wieder auf, die in den Jahren 1958 bis 1969 durch die Situationistische Internationale geprägt wurde. Die Situationistische Internationale verstand sich als Avantgarde einer modernen und globalen Gesellschaftskritik. Psychogeographie bedeutet eine mentale Verbindung von objektiven und subjektiven Blickwinkeln, die dazu führt, städtische Strukturen spontan und kollektiv neu zu denken.

"Zebra Crossing" versteht den Moloch Stadt als eine gigantische Wunschmaschine. Die Künstler betrachten urbane Landschaften aus subjektiven Perspektiven, entdecken in ihnen Orte der spielerischen Entfaltung und betreiben eine Archäologie des Flüchtigen im öffentlichen Raum. Die Kuratorin Magalí Arriola konzipierte die Ausstellung zusammen mit Architekten, Künstlern und Soziologen. Partner dieser Ausstellung ist die bekannteste Talentschmiede der mexikanischen Künstlerszene, das Museo de Arte Carrillo Gil in Mexiko-Stadt.

"Zebra Crossing" zeigt Werke von:
Artemio, Eduardo Abaroa, Carlos Aguirre,Iñáki Bonillas, Stefan Brüggemann, Aldo Chaparro und Carlos Ranc, Ulises Carrion, Claudia Fernández, Mario García Torres, Thomas Glassford, Silvia Gruner, Melquiades Herrera, Enrique Jezik, Gonzalo Lebrija und Luis Miguel Suro, Teresa Margolles, Melanie Smith, Sofía Táboas, Pablo Vargas Lugo, Miguel Ventura und die Gruppen Tercero 1/5, Ediciones El Chino.

In Zusammenarbeit mit dem Museo de Arte Carrillo Gil.



>> Haus der Kulturen der Welt

20. September - 1. Dezember 2002
Eröffnung: 19. September 19 Uhr

Di - So 11.00 -19.00 Uhr
Einritt: 4 Euro / erm. 2,50 Euro

 

Führungen:

Jeden Sa u. So 16.00 Uhr öffentliche Führungen.
Jeden So 16.00 Uhr öffentliche Führungen zu individuellen Positionen

Themenführungen am
29. September, 13. Oktober, 3. November 2002
jeweils 13.00 - 18.00 Uhr
Beginn zu jeder vollen Stunde
1,50 Euro, zuzüglich Eintrittspreis

Welche Themen sind in der zeitgenössischen Kunst Mexikos aktuell, wie werden Räume und Grenzen erfahrbar gemacht? Anhand von individuellen künstlerischen Positionen wird in den Führungen zur Ausstellung "Zebra Crossing" ein facettenreicher Einblick in die Kunstszene Mexikos ermöglicht.

Begleitend zu den Schwerpunkten des Mexikoprogramms werden die Themen Grenze, Stadt und Kulturelle Vielfalt in Führungen zu den Ausstellungen "Zebra Crossing" und Rubén Ortiz Torres vertieft.

Anmeldung für Schul- und Sonderführungen:
Next - Interkulturelle Projekte
Tel. 397 87 - 180 / -183/ -184
next@hkw.de


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